Checkliste für den Immobilienverkauf in Deutschland

Wichtige Verkaufsunterlagen für eine Immobilie in Deutschland, inklusive Grundrisszeichnung und Flächenberechnung

1. Vorbereitungsphase & Dokumente

Bevor Sie die Immobilie anbieten, müssen alle rechtlich erforderlichen Unterlagen vorliegen.

  • Energieausweis: Pflicht gemäß § 80 Gebäudeenergiegesetz (GEG). Er muss potenziellen Käufern spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden.

  • Grundbuchauszug: Ein aktueller Auszug (nicht älter als 3 Monate) ist notwendig, um Eigentumsverhältnisse und Belastungen (Abteilung II und III) zu prüfen (Grundbuchordnung – GBO).

  • Flurkarte / Lageplan: Amtlicher Nachweis über die Lage des Grundstücks.

  • Grundrisse und Wohnflächenberechnung: Nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV).

  • Bei Eigentumswohnungen: Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten 3 Jahre und Wohngeldabrechnungen.

2. Wertermittlung
  • Verfahren: Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV). Sie können den Wert über das Vergleichswert-, Sachwert- oder Ertragswertverfahren bestimmen lassen.

3. Vermarktung
4. Der Kaufvertrag & Notartermin

In Deutschland ist ein Immobilienverkauf ohne Notar rechtlich nichtig.

  • Beurkundungspflicht: Gemäß § 311b BGB müssen Verträge über Grundstücke notariell beurkundet werden.

  • Vorkaufsrecht: Der Notar prüft, ob die Gemeinde ein gesetzliches Vorkaufsrecht nach § 24 Baugesetzbuch (BauGB) hat.

  • Auflassungsvormerkung: Diese schützt den Käufer im Grundbuch zwischen Vertragsschluss und Eigentumsübergang (§ 883 BGB).

5. Übergabe und Steuern
  • Spekulationssteuer: Wenn Sie die Immobilie nicht selbst bewohnt haben und innerhalb von 10 Jahren verkaufen, fällt Einkommensteuer auf den Gewinn an (§ 23 Einkommensteuergesetz – EStG).

  • Übergabeprotokoll: Dokumentieren Sie Zählerstände und Mängel, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.


Hier können Sie die Checkliste der erforderlichen Unterlagen für den Immobilienverkauf herunterladen oder ausdrucken.

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